Hyperbare neuroreflektorische Kryotherapie - Orthozentrum Heilbronn

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Hyperbare neuroreflektorische Kryotherapie

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Die hyperbare, neuroreflektorische Kryotherapie ist ein Verfahren, bei dem Kälte (ca. -78°C) mit Druck auf die Körperoberflache „geblasen“ wird. Dabei handelt es sich um eine Reflextherapie und keine Kältetherapie im sonstigen Sinne (wie z.B. mit einem Eisbeutel).

Physikalische Wirkungsweise

In einer Druckflasche befindet sich flüssiges Kohlendioxid (CO2, wie z.B. in der ausgeatmeten Luft). Dieses CO2 wird unter Druck aus der Gasflasche herausgelassen, wird dadurch gasförmig und hat dabei eine Temperatur von ca. -78°C. Das medizinische Kohlendioxid ist rein, trocken und wirkt bakteriostatisch (Hemmung der Vermehrung von Bakterien).
Durch die sehr starke Kälte (-78°C), die mit Druck (ca. 50 bar) auf die Körperoberfläche aufgebracht wird, entsteht ein sog. „Thermoschock“. Die Haut wird innerhalb von wenigen Sekunden von 32°C auf 0-4°C abgekühlt. Da es sich um eine „trockene Kälte“ handelt, wird diese nicht als unangenehm, sondern sogar deutlich angenehmer als ein Eisbeutel empfunden. Der Laser zeigt die Stelle an, an der das Gerät die Hauttemperatur kontrolliert, um vor Erfrierungen zu schützen.

Durch die rasche Abkühlung werden im Gewebe und Körper verschiedene Effekte ausgelöst:

1. Vasomotorische Wirkung
Die Durchblutung in der Tiefe des Gewebes wird verbessert (im Gegensatz zum Eisbeutel, hier wird eine oberflächliche Durchblutungssteigerung verursacht, wie man an der Hautrötung nach Entfernung des Eisbeutels unschwer erkennen kann). Durch die Verbesserung der Tiefendurchblutung wird die Versorgung von entzündetem oder geschädigtem Gewebe optimiert, so daß eine rasche Abheilung gefördert wird.

2. Antiphlogistische Wirkung
In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde gemessen, dass durch die hyperbare neuroreflektorische Kryotherapie in der Akutphase Enzyme, welche für die Entzündung des Gewebes verantwortlich sind, in ihrer Aktivität gehemmt werden.

3. Analgetische Wirkung
Aufgrund der rasch einwirkenden Kälte werden Nozizeptoren (= spezielle Art von Nerven) gehemmt und es kommt zu einer starken Verringerung der Nervenleitgeschwindigkeit. Dadurch wird bei akuten Schmerzen eine schnelle Schmerzhemmung erzielt, die bis zu 3 Stunden anhalten kann.

4. Neuroreflektorische Wirkung
Durch die neuroreflektorische hyperbare Kältetherapie werden Muskelfasern relaxiert, es kommt zu einer Herabsetzung des Muskeltonus und somit zu einer Linderung bei Verspannungen.

5. Verbesserung d. Lymphabtransportes
Die Verbesserung der Aktivität der Lymphgefäße führt zu einer deutlich schnelleren Schwellungsreduktion und zu einem rascheren Abbau von Blutergüssen. Deshalb werden bei den meisten Erkrankungen die benachbarten Lymphknotenstationen mitbehandelt.
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