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GESCHICHTE

Die Frage der genauen Entstehung der Akupunktur ist nicht letztgültig geklärt. Bereits 90 v.Chr. wird die Nadeltherapie erstmals schriftlich erwähnt. Sie wird jedoch einem Wanderarzt mit Namen Bian Que (6.-5. Jh. v. Chr.) zugeschrieben (n. Stux/Stiller/Pomeranz: Akupunktur, Springer 1999). Andere legen den Ursprung in die Zeit 475-221 v. Chr., als die Akupunktur (neben der Kräuterheilkunde, Qigong und Tuina) einen wesentlichen Bestandteil der chinesischen Medizin darstellte.
In den folgenden Jahrhunderten wurde durch Erfahrung und Beobachtung die Akupunktur systematisiert und erweitert. Unter Mao Tse Tung erfuhr die „Traditionelle Chinesische Medizin“ (TCM) einen neuen Aufschwung und Hochschulen für TCM wurden gegründet.

In Deutschland erlebte die Akupunktur in den letzten Jahrzehnten und insbesondere den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung. Das lag zum Einen an dem neu geweckten Interesse an einer Methode, die nahezu risikolos Schmerzen und andere funktionelle Störungen in vielen Bereichen ohne Nebenwirkungen lindern oder gar völlig bessern konnte. Zum Anderen gibt es immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirkungsweise der Akupunktur.
Die Ausbildung in Deutschland wird von verschiedenen Ärztegesellschaften durchgeführt. Mit Prüfungen werden verschiedene Ausbildungsstufen abgeschlossen. Als Grundausbildung gilt das Diplom A mit 140 Std. Weiterbildung und als Vollausbildung das Diplom B mit insgesamt 350 Stunden.


WISSENSCHAFTLICHE GRUNDLAGEN DER AKUPUNKTUR

Akupunktur aktiviert Nervenfasern in Geweben (Haus, Muskel, etc.), die Impulse zum Rückenmark weiterleiten. Hier werden durch verschiedene, komplizierte Mechanismen Schmerzreize unterdrückt, u.a. durch körpereigene Morphine (sog. Endorphine). Auch Serotonin und Noradrenalin sind hieran beteiligt. Dass Akupunktur nicht nur auf psychologischen „Placeboeffekten“ beruht, ist daran sichtbar, dass Akupunktur auch bei Tieren erfolgreich eingesetzt wird.
Neben dem schmerzhemmenden Effekt verändert die Akupunktur auch andere Parameter. Es fördert die Durchblutung, sowohl im Bereich der Nadel (häufig am roten Hof um die Nadel sichtbar), als auch im Zielgebiet der Therapie. Weiterhin wird der Muskeltonus (d.h. die Muskelspannung) gesenkt, Hormone beeinflusst und die Aktivität des sympathischen und parasympathischen Nervensystems moduliert.
Viele Akupunkturpunkte liegen an Durchtrittsstellen von Gefäßnervenbündeln durch die tiefen Körperhäute.


In unserer Praxis wird die Akupunktur überwiegend zur Behandlung von Schmerzen (akut und chronisch) eingesetzt.
Darüber hinaus zeigt sich auch in anderen Bereichen eine sehr gute Wirksamkeit. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat daher eine Indikationsliste der auf Akupunktur erfolgreich ansprechenden Erkrankungen zusammengestellt.


AKUPUNKTURFORMEN

Akupunktur kann in unterschiedlichen Formen angewandt werden:
Körperakupunktur, Akupunktur in Mikrosystemen (Ohrakupunktur, Schädelakupunktur [z.B. n. Yamamoto], Handakupunktur, Mundakupunktur u.a.), Elektroakupunktur, Injektionsakupunktur, Laserakupunktur, Akupunktur mit Dauernadeln u.a.


WAS KANN DIE AKUPUNKTUR?

Die Akupunktur ist keine Wundermethode, mit der alle Probleme beseitigt werden. „Strukturelle Störungen“ (z.B. zerstörte Gewebe, Arthrose,...) können nicht gebessert werden. Jedoch kann Einfluss genommen werden auf „Funktionelle Störungen“, die z.B. aus strukturellen Störungen oder aufgrund anderer Ursachen entstanden sind. Hierzu gehören auch Schmerzen.

Eine Erfolgsgarantie kann nicht gegeben werden. Das Ansprechen auf die Akupunktur ist individuell sehr unterschiedlich. Manche werden völlig beschwerdefrei, bei einigen wenigen bleibt der Erfolg leider aus. In den meisten Fällen jedoch kommt es zu einer deutlichen Beschwerdebesserung.
 
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